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Vergleich · Stand 8. August 2026

Wann du etwas anderes nehmen solltest.

Die meisten Vergleichsseiten sind so gebaut, dass der Anbieter gewinnt. Diese nicht. Es gibt drei klare Fälle, in denen ein anderes Werkzeug die bessere Wahl ist — die stehen zuerst.

Wann die anderen besser sind

Nimm 1Password, wenn ihr zu zweit oder mehr seid und wirklich gemeinsam an denselben Zugängen arbeitet.

Geteilte Tresore, Rechte je Person, Wiederherstellung durch den Administrator, wenn jemand sein Passwort vergisst. Das haben wir bewusst nicht — und für ein Team ist es kein Luxus, sondern nötig. Pro Platz ist es außerdem günstiger als unsere gewerbliche Lizenz.

Nimm Zoho Vault, wenn du ohnehin im Zoho-Universum arbeitest und der Preis das oberste Kriterium ist.

Unter einem Dollar im Monat für die Grundstufe schlägt uns rechnerisch, wenn du drei Jahre hochrechnest. Du bezahlst es damit, dass deine Kundenzugänge in einer fremden Cloud liegen — für viele ist das in Ordnung.

Nimm ManageEngine, wenn du eine IT-Abteilung hast, Server betreibst und Anforderungen wie SIEM-Anbindung, Sitzungsaufzeichnung oder Ticketsystem-Kopplung erfüllen musst.

Das ist eine ganz andere Gewichtsklasse. Wir treten dagegen nicht an und wollen es auch nicht.

Die Gegenüberstellung

Listenpreise der Anbieter beziehungsweise gängiger Vergleichsportale, geprüft am 8. August 2026. Quellen unten.

AI Tresor1Password BusinessZoho VaultManageEngine PMP MSP
Preis49 € einmalig (Einzelplatz) 249 €/Jahr (gewerblich)8,99 $ je Platz und Monat, nur jährlich zahlbar0,90 – 7,20 $ je Platz und Monat, je nach StufeAuf Anfrage, lizenziert nach Zahl der Administratoren
Eigener Server nötig?NeinNein (Cloud)Nein (Cloud)Ja — wird selbst betrieben
Administrator nötig?NeinJa, ab Business-StufeJaJa, das ist die Lizenzeinheit
Wo liegen die Daten?Nur auf deinem RechnerBeim AnbieterBeim AnbieterAuf deinem Server
Wenn du aufhörst zu zahlenAlles bleibt lesbar. Nur Neuanlegen ist gesperrt.Tresor wird eingefroren, Export bleibt möglichRückfall auf die freie Stufe, Teamfunktionen entfallenWartung endet, Installation läuft weiter
Trennung nach Kunde und ProjektEingebautÜber geteilte TresoreÜber Kammern und RechteEingebaut (mandantenfähig)
KI-Freigabe ohne KlartextJaJa (Agent Identity Kit)NeinNein
Funktioniert ohne InternetImmerZwischenspeicherZwischenspeicherIm eigenen Netz
Wo liegt das ZugriffsprotokollIm verschlüsselten Tresor auf deinem RechnerBeim Anbieter (Activity Log)Beim AnbieterAuf deinem Server
Sitz des AnbietersMünsterToronto, KanadaChennai, Indien (US-Sitz Austin)Chennai, Indien (Abteilung von Zoho)
DrittlandübermittlungKeine — es wird nichts übermitteltKanada; Angemessenheits- beschluss der EU liegt vorEU-Rechenzentrum wählbar, Konzern untersteht indischem RechtKeine — eigener Server
AV-Vertrag nötigNein — wir verarbeiten nichtsJaJaNein — du betreibst selbst

Der Unterschied ist nicht der Preis

Rechne drei Jahre für eine Person: Zoho Vault in der Grundstufe kostet rund 30 Euro, 1Password Business rund 300. Wir liegen mit 49 Euro einmalig dazwischen — und die gewerbliche Lizenz für 249 Euro im Jahr ist je Platz sogar teurer als 1Password.

Der Unterschied liegt woanders: Bei den anderen mietest du den Zugang zu deinen eigenen Daten. Hörst du auf zu zahlen, wird der Tresor eingefroren oder fällt auf eine Grundstufe zurück. Du kommst noch an einen Export, aber du arbeitest nicht mehr damit.

Bei AI Tresor bleibt alles lesbar. Ohne Lizenz, mit abgelaufener Lizenz, offline, in fünf Jahren, auch wenn es uns dann nicht mehr gibt. Gesperrt wird einzig das Anlegen neuer Zugänge.

Das ist keine Kulanz, sondern im Code festgeschrieben und durch einen Test abgesichert. Wie es funktioniert, steht auf derSicherheitsseite.

Was das für die DSGVO bedeutet

Wer die Zugänge seiner Kunden einem Anbieter anvertraut, baut eine Kette: Auftragsverarbeitung, Vertrag, Übermittlung in ein Drittland, Nachweis gegenüber dem eigenen Kunden. Diese Kette entsteht hier nicht, weil ihr Anfang fehlt — es wird nichts übermittelt.

Kein AV-Vertrag

Ohne Verarbeitung durch uns gibt es keinen Auftrag — und damit nichts zu unterschreiben, zu prüfen oder zu verlängern.

Kein Drittland

Keine Standardvertragsklauseln, keine Folgenabschätzung, keine Frage danach, welchem Recht der Anbieterkonzern untersteht.

Protokoll bleibt bei dir

Wer wann auf welchen Zugang zugegriffen hat, steht im verschlüsselten Tresor — nicht in der Cloud eines Dritten.

Wo es aufhört

Das nimmt dir die Anbieterkette ab, nicht deine eigene Verantwortung. Du bleibst Verantwortlicher für die Zugangsdaten deiner Kunden: Du brauchst weiterhin ein Verzeichnis deiner Verarbeitungstätigkeiten, angemessene Maßnahmen nach Art. 32 — und wenn dein Laptop wegkommt, ist das ein meldepflichtiger Vorfall, ganz gleich womit du die Zugänge verwaltet hast. Wir erleichtern den Nachweis. Wir ersetzen ihn nicht, und wir ersetzen keine Rechtsberatung.

Wann AI Tresor passt

  • Du arbeitest allein oder zu zweit und verwaltest Zugänge, die deinen Kunden gehören.
  • Du willst kein Abo, bei dem der Zugang zu deinen eigenen Daten am Zahlungsstatus hängt.
  • Du betreibst keine Infrastruktur und willst auch nicht damit anfangen.
  • Fremde Kundendaten sollen deinen Rechner nicht verlassen — auch nicht in eine Anbieter-Cloud.

Trifft davon nichts zu, nimm eines der anderen. Ernst gemeint — ein Kunde, der das falsche Werkzeug gekauft hat, kostet uns mehr, als er einbringt.

Quellen

Preise ändern sich. Findest du hier eine Angabe, die nicht mehr stimmt, schreib mir — ich korrigiere sie. Eine veraltete Vergleichstabelle ist schlimmer als gar keine.motodigitalguru@gmail.com